Bildquelle: Heiko Stuckmann / pixelio.de

Bildquelle: Heiko Stuckmann / pixelio.de

Obwohl bei der Avocado meist von einer Frucht die Rede ist, handelt es sich eigentlich um eine Beere, die am Avocadobaum – welcher den Lorbeergewächsen zugeordnet werden – hängen.

Avocados wurden früher wegen ihrer cremigen Konsistenz auch oft als Butterbirne oder, wegen der Struktur der Schale, als Alligatorbirne bezeichnet. Avocados haben den höchsten Fettgehalt aller bekannten Obst- und Gemüsesorten, gelten aber aufgrund der Fett-Zusammensetzung als gesund.

Avocadobäume können sehr groß werden und erinnern mit ihrem ausladendem Laub ein bisschen an Walnussbäume.

Schon vor über 10.000 Jahren begann die Kultivierung von Avocados in den tropischen Gebieten der Erde. Heute wächst die gesunde birnenförmige Butterfrucht auch in den Subtropen, zum Beispiel in Südspanien und in Israel.

Beim Kauf und der Lagerung von Avocados sollte man einige wichtige Dinge beachten. Denn nur dann schmeckt die Avocado richtig gut!

So wählen Sie eine frische und reife Avocado

Avocados reifen selten am Baum. In der Natur fallen sie hart und unreif zu Boden und reifen erst dort nach. Avocados, die für den Verzehr bestimmt sind, werden jedoch direkt vom Baum gepflückt und noch unreif in die Läden auf der ganzen Welt verschickt.

Finden Sie in Ihrem Supermarkt Avocados, die bereits weich sind, dann handelt es sich meistens um solche, die schon länger in dessen Lagerräumen liegen. Oft wurden sie mehrfach in die Hand genommen, nachts eventuell falsch gelagert (im Kühlraum) und sind daher nicht mehr zu empfehlen.

Kaufen Sie dennoch eine solche weiche Avocado, dann werden Sie zu Hause nicht selten enttäuscht feststellen müssen, dass die Frucht innen braune bis schwarze und somit ungeniessbare Stellen aufweist. Wählen Sie daher am besten feste und unreife Avocados, die Sie dann selbst fachmännisch bei sich zu Hause reifen lassen können.

 Bildquelle: Astrid Borower / pixelio.de

Avocadobaum – Bildquelle: Astrid Borower / pixelio.de

Ist die Avocado schon reif?

Von einer Reifedauer von zehn Tagen kann man bei Avocados ausgehen, die gerade erst gepflückt wurden. Wenn Sie in Spanien oder Neuseeland im Urlaub sind, können Sie solche frisch geernteten Avocados oft von Kleinbauern und sogar Privatleuten am Straßenrand kaufen. Diese sind dann am Vortag oder noch am selben Morgen geerntet worden und benötigen zehn Tage oder sogar länger, bis sie reif sind. In Mitteleuropa dauert eine übliche Reifung im Allgemeinen höchstens fünf Tage.

Nord- und Zentralamerika sind die führenden Avocado-Produzenten in der Welt. Die meisten Avocados, die es in mitteleuropäischen Ländern zu kaufen gibt, stammen aus Südspanien, Israel, Mexiko oder auch aus Südafrika.

Bevor Sie eine Avocado aufschneiden, sollten Sie sich sicher sein, dass sie richtig reif ist. Denn sobald die Frucht aufgeschnitten ist, reift sie nicht mehr nach. Woher aber wissen Sie, dass Ihre Avocado reif ist?

In Mitteleuropa heissen die beiden häufigsten Sorten „Fuerte“ und „Hass“. Fuerte-Avocados haben eine eher glatte, grüne Schale und schmecken milder. Hass-Avocados sind von delikatem würzigem Geschmack und zeichnen sich durch eine stark genoppte Schale aus.

Aber was nützt Ihnen die Sorte, wenn Sie wissen möchten, ob die Avocado reif ist?

Ganz einfach: Wenn Sie eine Hass-Avocado gekauft haben, dann wird deren Schale mit zunehmender Reife schwarz. Die schwarze Schale ist hier also kein Zeichen von Verderb, sondern Hinweis auf einen idealen Reifezustand. Allerdings sollte die Frucht auch auf Fingerdruck leicht nachgeben. (Kaufen Sie aber niemals eine bereits schwarze Hass-Avocado, da Sie ja nicht wissen, wie lange sie schon schwarz ist und die Frucht daher bereits überreif sein kann.)

Fuerte-Avocados hingegen sollten keinesfalls schwarz werden. Bei ihnen sind schwarze Stellen auf der Schale meistens tatsächlich ein Hinweis dafür, dass die Frucht auch innen – zumindest teilweise – schlecht ist.

Weitere in Mitteleuropa erhältliche Sorten heissen Bacon, Ettinger, Pinkerton, Reed und Ryan. Für alle Sorten gilt: Nehmen Sie die Avocado in die Hand. Wenn sie auf leichten Druck nachgibt, kann sie verzehrt werden. Sie alle haben eine grüne Schale – ob sie nun unreif oder bereits reif sind.